Dienstag, 1. September 2015

Hannover, Oberhausen und Hamburg

Unser Konzertsommer 2015 mit Sunrise Avenue


An Pfingsten war es endlich wieder so weit gewesen: wir besuchten unser erstes Sunrise Avenue Konzert in diesem Jahr und dazu auch noch ein ganz besonderes: Sunrise Avenue gemeinsam mit dem 21st Century Orchestra aus Luzern, Schweiz. Das Konzert fand quasi direkt von unserer Haustür open air auf der Expo Plaza in Hannover statt. Da wir es uns einfach gutgehen lassen wollten, hatten wir uns in das neben dem Veranstaltungsgelände liegende Best Western Hotel eingemietet und kamen bereits am Nachmittag des Konzertvortages dort an.

Die Band war bereits im Herbst zuvor mit dem Orchester an drei Abenden aufgetreten und wir hatten zu dem Zeitpunkt darüber gesprochen, wie schön es doch wäre, wenn sie ein solches Konzert auch mal in Hannover, z. B. mit dem Orchester des NDR, machen würden. Tja, was sollen wir sagen? Manchmal werden wir ja erhört…

Zusammen mit Freunden machten wir es uns auf der Expo Plaza seitlich auf den Treppenstufen bequem und genossen dann aus etwas mehr Abstand als sonst das Konzert. 

Abendstimmung auf der Expo Plaza in Hannover


Es tat gut, die Jungs wiederzusehen/ zu hören, wir hatten sehr viel Spaß und feierten uns auch ein wenig selbst. Wenn einige Arrangements ganz simpel auch ohne Orchester funktionieren und es auch überhaupt nicht benötigen, war es trotzdem ein schöner Abend. Es fehlten jedoch die großen Überraschungen wie z. B. bei den Akustiktouren oder auch der Big Band Theory Tour, von denen wir einige Versionen nun einfach schon kannten.

Zum Glück hatten wir uns in Hannover dann aber spontan dazu entschlossen, noch Karten für das Konzert im August in Oberhausen zu kaufen. Bis zu dem Zeitpunkt hatten wir uns lediglich Tickets für Hamburg gekauft, was jedoch noch so weit entfernt schien.

Allerdings schien das Wochenende Mitte August dann unter keinem guten Stern zu stehen. Kurz bevor wir losfahren wollten, bemerkten wir, dass das Auto von Thorid einen Platten hatte. Zwar war geplant mit Annas Auto zu fahren, aber nun musste ja doch erst der ADAC eingeschaltet und die Sache mit dem Platten geregelt werden. 
Platter als platt :(


Nachdem dann alles erledigt war, ging es nach Wuppertal zu Annas Papa, wo wir schlafen wollten.

Vor dem Konzert am nächsten Tag trafen wir uns wieder mit Freunden noch in einem Café, bevor wir zum Eingang gingen. Der Einlass war eher suboptimal, aber am Ende standen wir relativ gut seitlich vor Raul und Osmo in der zweiten Reihe.

Dies war unser erstes Konzert der Fairytales-Tour. Mit der Wahl der Vorbands in diesem Sommer sind wir absolut zufrieden gewesen. Seit „The Pusher“ aus Schweden hatte uns keine Band mehr so richtig überzeugt oder im Gegenteil sogar geschmacklich so gar nicht zugesagt. Aber über Geschmäcker lässt sich ja bekanntlich nicht streiten...

Die gerade erschienene EP "Sorry" vom finnischen Künstler Niila (Niila on Facebook) hatten wir uns quasi blind bereits ein paar Wochen vor unserem ersten Fairytales-Konzert in Oberhausen gekauft. Besonders gespannt waren wir vor allem aber auch auf den Einsatz von dem in Finnland bereits bekannten Beatboxer Felix Zenger, den auch wir bereits seit einigen Jahren kennen. Dieser begleitete Niila gemeinsam mit dem Keyboarder Kasperi Kallio und dem Saxofonisten Antti Hynninen bei den Auftritten während der Fairytale Best of-Tour. Wir hatten das Glück, Niila und Band sowohl in Oberhausen als auch in Hamburg zu erleben.

Niila

Carpark North




Mit Carpark North aus Dänemark hatten wir uns jedoch zuvor überhaupt noch nicht beschäftigt und waren daher skeptisch-gespannt, was uns da wohl erwartete. Aber auch die drei Dänen schafften es von Anfang an uns direkt mitzunehmen. Gleich beim ersten Lied ihres Programms schafften sie es, das Publikum zum mitsingen zu bewegen und die Stimmung sollte auch bis zum letzten Lied nicht abreißen. Ein ganz besonderes Highlight wäre es natürlich gewesen, wenn die Duettpartnerin bei "32", Sandra Nasic von den Guano Apes, live mit auf der Bühne gestanden hätte, statt nur vom Band zu kommen. Aber man kann ja nicht alles haben... 

  Mit „Funkytown“ eröffneten unsere Lieblingsfinnen ihren Auftritt und hatten dafür, zu unserer Freude, auch den finnischen Rapper Tommy Lindgren, auch „Fathermetro“ genannt, im Gepäck. Dieser ist in Finnland unter anderem mit der Don Johnson Big Band und der Ricky Tick Big Band bekannt, welche beide auch sehr zu empfehlen sind. 
Tommy Lindgren während "Funkytown"
Während des Konzerts war die Stimmung im Publikum (jedenfalls auf unserer Seite) gut und die meisten haben auch ordentlich mitgesungen und geklatscht. Leider waren die Übergänge zwischen den Songs etwas zu fließend für unseren Geschmack, so dass es etwas wirkte als sei die Band unter Zeitdruck. Möglicherweise lag dies tatsächlich an der Tatsache, dass die Umbaupause zwischen Niila und Carpark North aufgrund des Regens vermutlich länger gedauert hatte als geplant…

Alles in allem war der Abend aber definitiv gelungen und für die Jungs sicher auch ein Highlight des Sommers, denn, wie Samu sagte, war es mit irgendwas zwischen 26.000-30.000 Menschen (da waren sich Band und Presse nicht einig :D) das größte Publikum der Tour.

Ein Horror war dagegen die Heimfahrt: wir mussten eine geschlagene Stunde auf unserem Parkplatz im Parkhaus stehen bleiben, da einfach kein Entkommen war. Aber wir haben einfach das Radio aufgedreht und unsere kleine private Party gefeiert ;)

Nur 10 Tage später sollte das letzte Konzert der Fairytales-Best Of-Tour in Hamburg stattfinden. Die Karten hierfür hatten wir sofort bei Bekanntgabe gekauft und auch alles weitere war geplant. Wir reisten beide am Montagabend mit dem Zug an und verbrachten die erste Nacht bei Annas Bruder in der Wohnung, der gerade dabei war umzuziehen.

Für den Konzerttag hatten wir uns allerdings im Radisson Blu Hotel am Dammtor ein Zimmer gemietet und konnten es glücklicherweise schon gegen halb 11 beziehen (statt eigentlich erst ab 15 Uhr). Unser Zimmer befand sich im 14. Stock und beeindruckte uns nicht nur mit dem Ausblick auf die Alster, auch die Ausstattung war wirklich schön und das Bett sehr gemütlich ;)

Ein Bett für wundervolle Träume

Aussicht vom Bett

Blick zur Alster


Ein Highlight des Tages war jedoch die Bekanntgabe eines Sunrise Avenue Live with Wonderland Orchestra Konzertes im März 2016 in Hamburg. Auf dem Weg zum Hotel hatten wir hierfür Karten in der ersten Reihe bekommen und waren dementsprechend euphorisch. Ab dem Zeitpunkt konnte kommen was wolle, unsere gute Laune hätte uns nichts und niemand kaputt machen können.
Den Regenschauer warteten wir noch im Hotelzimmer ab und aßen noch im Hoteleigenen Restaurant „Filini“, bevor wir uns dann auf den Weg zur Trabrennbahn Bahrenfeld machten.

Mittagessen im Filini

Frühstück (jedenfalls haben wir so gestartet :D )
Dort angekommen warteten schon eine Menge Fans vor dem Eingang und nachdem wir uns ein Bändchen für den vorderen Bereich geholt hatten, stellten wir uns brav hinten an und warteten, dass es endlich los ging.

Den langen Weg zur Bühne legten wir beinahe gemütlich laufend zurück und standen dann schließlich in der ersten Reihe etwas seitlich von Raul. Erstaunlicherweise hatten wir dort während des gesamten Konzertes verhältnismäßig viel (und im Vergleich zu Oberhausen auch deutlich mehr) Platz und vor allem nette Gesellschaft. ;)
Dass Niila erneut dabei sein würde, hatten wir mehr durch Zufall kurz vorher durch einen Facebookpost von Felix Zenger mitbekommen und freuten uns sehr darüber. Enttäuscht wurden wir auch dieses Mal weder von ihnen, noch von Carpark North, die ebenfalls wieder dabei waren. Ein kleines Highlight war es dann noch, als Felix uns eine von Niilas EP’s zuwarf, nachdem etliche an uns vorbei geflogen waren.










Nach einer scheinbar ewig dauernden Pause schallten schließlich die ersten Töne von „Funkytown“ über den Platz und die Show begann (leider dieses Mal ohne Tommy Lindgren). Hamburg hatte uns bisher noch nie enttäuscht und auch dieser Tag machte keine Ausnahme. Vom Beginn bis zum Ende war der Zauber wieder da. Besonders Songs wie „Forever Yours“, den Gitarrist Riku Rajamaa mit einem Solo begann und bei dem er vom Publikum mit einem Meer aus 8ten anlässlich seines 8-jährigen Jubiläums mit Sunrise Avenue überrascht wurde, bis hin zu „Sweet Symphony“, einem unserer absoluten Highlight-Songs, nahmen uns die Jungs mit jedem Ton, jedem Lachen und jedem netten Wort zwischendurch emotional mit. Man konnte spüren, dass der Abend auch auf der Bühne sichtlich genossen und der Abschluss der erfolgreichen Sommertour ordentlich gefeiert wurde.


Ziemlich kaputt, aber auch sehr glücklich, lagen wir an diesem Abend im extrem bequemen Hotelbett und schliefen nach Sichtung der gemachten Fotos schließlich ein.













Plekwerfen für Fortgeschrittene
Ein Schnuten-Herz <3


Von Hannover, das sicherlich aufgrund der Orchesterbegleitung auch ein Highlight für alle Beteiligten war, bis zu dem letzten Tourkonzert in Hamburg, hat die Band wieder neue Premieren und Rekorde gefeiert. So wurde wie bereits erwähnt das erste eigene Open Air Konzert vor knapp 30.000 Menschen in Oberhausen gespielt und etliche der Konzerte waren außerdem auch ausverkauft. Der momentane Erfolg reißt nachwievor nicht ab, was zuletzt auch bei dem grandiosen Vorverkauf für die „Live in Wonderland“-Tour zu sehen war.

Immer wieder konnte man in den Presseartikeln zu der Sommertour, aber auch von einigen Fans und Konzertbesuchern, lesen, dass die Band bzw. insbesondere auch Samu die Leichtigkeit von früher verloren habe. Auch wir bemerkten dies vor allem in Hannover und auch in Oberhausen. Nachwievor fehlen uns Songs wie "Destiny" oder "Nasty" mit den kleinen, spontanen und witzigen Einlagen und Medleys. Diese hätten sicherlich auch gut in ein Best of-Programm gepasst, wo dies doch lange Jahre dazugehörte ebenso wie "Fairytale gone bad".



 




Trotzdem war es für uns schön zu sehen, wie Samu zum Beispiel in Hannover bei "6-0" aufblühte und uns doch wieder an die vergangenen Jahre erinnerte. Ebenso wie in Hamburg, wo uns als Nordlichter tatsächlich noch nie ein Konzertabend enttäuscht hatte. Das Programm wirkte weniger durchgehetzt, Samu schäkerte viel mit den Fans und kam bei seinen Gesprächseinlagen auch wieder ins Verhaspeln, wie früher schon so oft erlebt.



Bassist Raul Ruutu



Stimmungshighlights sowohl in Oberhausen als auch Hamburg waren definitiv der Solo-DJ-Part von Osmo Ikonen während "I don't dance" sowie sein Pianosolo vor "Fairytale gone bad". Ohne Probleme schafft er es mit wenigen Sätzen das ganze Publikum zum Mitsingen und Springen zu bewegen oder einen bei seinem ruhigeren Solopart nur mit Piano und seiner unvergleichlichen sowohl kraftvollen aber auch ganz sanften Stimme einfach nur zum Lauschen und Träumen zu bringen.
















Und nun sind wir gespannt, was die Band in den nächsten Monaten bis zum März ausheckt und dann schließlich auf die Bühne bringt. Schön zu lesen war auf jeden Fall schon mal, dass wohl bekannte Gesichter von der Big Band Tour dabei sein werden. Wir gehen zumindestens davon aus, dass die Abende, an denen wir dabei sein werden, wieder wunderschön werden und wir das Orchesterfeeling in einer Halle noch etwas mehr spüren, als auf einem Open Air-Gelände.

Bis dahin sagen wir einfach nur DANKE an alle Beteiligten für die Konzerte in diesem Sommer und wünschen eine schöne Auszeit mit hoffentlich auch etwas Urlaub und Entspannung! 

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