OnniMuru on a „secret“ mission
Am Donnerstag, dem 14.09.2017, war es nun also soweit. Wir
kamen mal wieder in Berlin an! Sonst eigentlich eher, um von dort aus gen
Norden abzuheben, aber nun sollte etwas völlig anderes passieren: ein absolutes
„secret“ Event mit Sunrise Avenue stand auf dem Plan. Um den Ort der Location
auch tatsächlich geheim zu halten, bestellte uns Universal Music Germany zu
einem Treffpunkt in der Nähe des Alexanderplatzes. Dort versammelten sich alle
Gewinner und Teilnehmer und wurden von den Mitarbeitern Sascha und Raphael auf
den Teilnehmerlisten abgeharkt und mit roten Heartbreak Century-Shirts
ausgestattet. Schon dort gab es auch die Ansage, dass alle Handys und Kameras vor
Ort abgegeben werden sollten. Mit zwei Reisebussen, gekennzeichnet mit einem Sunrise
Avenue-Schild in der Frontscheibe, ging es nun ca. 30 Minuten quer durch die
Stadt in Richtung „secret location“.
Universal hatte für die Fahrt eine
Videobotschaft von Samu vorbereitet, die mit „I help you hate me“ eingeleitet
wurde. Da ansonsten keine Musik vorhanden war, lief dieses Video/Lied
schließlich in Dauerschleife, was die eine oder andere Mitfahrerin zum
Sitztanzen animierte. :D
Die Mitglieder des Sunrise Avenue Fanclubs verteilten in
unserem Bus noch rote Luftballons und an der Location (ein privates
Firmengelände, auf dem die Veranstaltungstechnikfirma
„Black Music Box“ diverse Probehallen u. ä. betreibt) angekommen, wurden dann
am Einlass wieder der Name der Anwesenden kontrolliert und wie bereits
angedroht, auch die Handys und Kameras abgenommen. Anschließend folgte dann der
erste große Programmpunkt dieses Events.
Es stand ein „Überraschungsfotoshoot“
mit der Band an, für den wir unterhalb eines Krans zuerst ohne die Jungs alle
in einem Herz aufgestellt und in vier Gruppen eingeteilt wurden. Nach etlichen
trockenen Versuchen (aus vier Ecken ins Bild laufen und dann hoch in die Kamera
gucken) kamen dann also Riku, Samu, Raul, Sami und überraschenderweise auch Osmo
dazu und los ging die Knipserei und Filmerei.
Anschließend verschwanden die Jungs wieder im Inneren des
Gebäudes, wir folgten und mit dem Fahrstuhl ging es in den 4. Stock. Dort
wartete ein kleiner, gemütlicher Raum auf uns. Im vorderen Teil gab es eine
Getränketheke sowie ein Fingerfood-Buffet mit kleinen Leckereien wie
Mini-Frikadellen und Saté-Spießchen. So ging es dann also gestärkt in den „secret
gig“.
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| Copyright: Universal Music |
Der Gig
Tatsächlich haben wir bisher kaum so ein Konzert
erlebt, bei dem alle möglichen Emotionen und Gedanken durcheinander gewürfelt
wurden. Die Spannung, wie die neuen Songs wohl klingen würden, melodiöse,
tiefgehende, sehr ansprechende Texte, die sofort ins Herz gingen und in denen man
sich persönlich wiedererkennen konnte, eingängige Melodien zum Mitsingen, die
ein oder andere Träne im Augenwinkel bei den Ankündigungen der einzelnen Songs,
aber auch kleine Witze und Anekdoten, die uns wieder zum Lachen brachten.
In der guten Stunde, in der die Jungs auf der Bühne standen bzw.
saßen präsentierten sie insgesamt sieben neue Songs sowie zwei Zugaben:
- Heartbreak Century
- Room
- Beautiful
- I Help You Hate Me
- Flag
- Let Me Go
- Home
- Bad
- Hollywood Hills
Zuallererst begrüßte Samu alle Anwesenden ein weiteres Mal und
erzählte, wie besonders es auch für die Band sei, die neuen Songs vorab in so
einem Rahmen präsentieren zu dürfen, da ja niemand von den Fans mitsingen
könne. Außerdem war es für die Jungs wohl merkwürdig, nicht in tausende
Kameraobjektive und Handys zu schauen, was mit Sicherheit zu der besonderen Atmosphäre
beitrug. Samu betonte jedoch auch, dass wir dies bei den zukünftigen Konzerten
ruhig wieder machen und dann auch posten sollten (zu Promozwecken ;-) ).
Schon bei der ausführlichen Begrüßung hatten wir Flashbacks
z. B. von der Akustiktour 2010, wahrscheinlich weil der Rahmen ein ähnlicher
und der von damals noch so redselige Laber-Haber zurück war. Los ging es dann
mit der am Folgetag erscheinenden dritten Auskopplung und außerdem auch
Namensgebers des neuen Albums: „Heartbreak Century“. Schon nach kurzer Zeit war
uns die Melodie vertraut und generell animierte der Song zum Mitsingen. Wenn
das nicht mal ein typischer „Wir singen am Ende einfach weiter und hören nicht
auf“-Song auf der Tour werden könnte…
Mit „Room“ folgte als zweiter Song sofort ein Gänsehautlied.
Schon die Ankündigung mit einer persönlichen Ansprache ließ Gutes erwarten und
so kam es dann auch. Samu erzählte, dass der Song quasi für die Schüchternen
unter uns sei, all diejenigen, die eher auf der anderen Seite des Raumes blieben.
Solche Ansagen hatten uns die letzten Jahre sehr gefehlt und kamen ja oft „nur“
noch vor „Welcome to my life“ oder „Nothing is over“.
Als dritter Song folgte „Beautiful“ und auch dieser lud
einfach nur zum Lauschen ein, mit geschlossenen Augen auf den wunderschönen Text
hörend und die Tränen unterdrückend oder auch einfach laufen lassend (dem
Publikum war insgesamt die Rührung anzumerken).
Danach wurde es mit „I help you
hate me“ wieder etwas munterer und heiterer. Sie spielten die Version, die sie
auch bei „Inas Nacht“ gespielt hatten und wir wagen mal zu behaupten, dass
dieser Song DER Stimmungsmacher auf der anstehenden Tour sein könnte. Wir
lieben diesen absoluten Ohrwurm mit seinen Folk- und Countryelementen (die sich
im Übrigen durch alle gehörten Songs ziehen und auch die Zusammenarbeit mit dem
schwedischen Duo „Smith & Thell“ hat deutliche Spuren hinterlassen), der
einfach gute Laune macht. Es gab von Samu sogar den von uns auf der Single
quasi schon gehörten Schmunzler, während er "Make sure you never see me
smile again" sang. Vor dem Song hatten die Jungs mit dem Publikum noch die
"Hey"-Einsätze geübt und es war amüsant zu sehen, dass diese für den
Künstler selbst auch nicht so ganz einfach waren. ;-)
Es folgten „Flag“ und „Let me go“. Letzteres kam in einer ruhigeren Version daher, ganz leise beginnend nur mit Osmo am Piano und Samu’s Stimme. Die Albumversion selbst ist schon gut, aber diese Akustikversion raubte uns sprichwörtlich den Atem, vor allem auch aufgrund des wirklich herausragenden Gesangs von Samu bei diesem Song, welcher so kraftvoll und inbrünstig war, dass wir vollkommen überwältigt und sprachlos da standen.
Als Abschluss der neuen Songs kam dann „Home“. Der Song
stehe für die Personen oder auch nur DEN einen Menschen, der „Zuhause“ bedeute,
egal wo man gerade sei, was wir nur zu gut nachvollziehen konnten. Auch hier
war wieder ein absoluter Gänsehauthöhepunkt erreicht.
Nachdem sich die Band vorerst verabschiedet hatte und dann
für die Zugaben wieder auf die Bühne kam, fragten sie das Publikum nach
Songwünschen. Das führte zu einem heillosen Zugerufe verschiedener Songtitel,
aus dem schließlich „Bad“ gepickt wurde, dem Eröffnungssong der Akustiktouren
2010. Und auch dies führte wieder zu unfassbaren Erinnerungen, denn es passte
einfach alles zusammen.
Zuerst war es einfach spannend und lustig zu
beobachten, wie die Jungs erst mal wieder in den Song rein finden mussten, aber
dann bei ihnen auch deutlich anzumerken, wie viel Spaß es machte, einen der
älteren Songs wieder zu spielen.
Begleitet von einer schönen Beleuchtung mit Strahlern im
Hintergrund der Bühne, die ein ganz angenehmes und warmes Licht abgaben, wurde
der Abend schließlich mit der Akustikversion von „Hollywood Hills“ in
vertrauter Art und Weise beendet.
Insgesamt erinnerte vieles an damals und es
war wundervoll zu erleben, wie die Magie von 2010 den Raum erfasste. Mit
geschlossenen Augen konnte man sich aber
durchaus auch vorstellen, im legendären „Bluebird Café“ in Nashville zu
sitzen und einer tollen Liveband zu lauschen, mit teils folkigen Songs, die
direkt ins Herz gingen und einen persönlich ansprachen.
Das ausgefallene „Meet & Greet“, „Get together“ (laut
Ablaufplan von Universal, was im Nachhinein Alles und Nichts bedeuten kann) oder
wie auch immer man es nun nennen mag tut der Sache an sich jedoch keinen
Abbruch und wir sind froh und dankbar, dass wir bei dieser einmaligen
Gelegenheit in Berlin dabei sein durften. Die logistische Planung von Universal
war auf jeden Fall gut, wir wurden sicher zur Location und von dort auch wieder
zurück in die City gebracht, auch die kleinen Aufmerksamkeiten, die wir
bekommen haben, sind ein schöner Bonus. Das Catering rundete das Event
zusätzlich ab.
Alles in allem sind wir glücklich und zufrieden und freuen
uns nun nur noch mehr auf die Veröffentlichung des gesamten Albums! Aber eine
Sache muss zum Abschluss noch gesagt werden: ein Sunrise Avenue Gig ohne „Fairytale
gone bad“? Das war eine Premiere und geht gaaaar nicht! ;-)
This is the end… you
know!

